Teil eines Werkes 
[2. Th.] (1831)
Entstehung
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98 daß ich durchaus glaubte, ſie liebe ſchon einen An⸗ dern, und dieſe Meinung wurde beſtätigt, als einſt von einem jungen Manne die Rede war, bei deſſen Erwähnung das Mädchen, helle Thränen in den Augen, ſchnell aufſtand und ſich entfernte.— Dem⸗ unerachtet that ich mir gar keinen Zwang an, ſon⸗ dern ließ ihr, ohne gerade zu ſprechen, in vollem Maaß die innige Zuneigung merken, die mich an ſie feſſelte. Es ſchien, als würde ſie mir mit jedem Tage gewogener, mit recht lieblicher Behaglichkeit nahm ſie die Huldigungen auf, die ſich in tauſend kleinen, ihr wohlgefälligen Galanterien ausſprachen. „Niemals,“ fiel hier Marzell dem erzählenden Ale⸗ rander in die Rede,„niemals hätt' ich das alles dem ungeſchickten Menſchen zugetraut; er iſt Gei⸗ ſterſeher und eleganter Liebhaber zugleich, aber in⸗ dem er es erzählt, glaube ich daran, und ſehe ihn, wie er alle Laden durchläuft, um irgend eine ge⸗ wünſchte Putzwaare zu erbeuten, wie er athemlos bei Bouché ankommt, um den ſchönſten Roſen⸗ oder Nelkenſtock«—„Fort mit den unſeligen Blumen,“ ſchrie Severin, und Alexander erzählte alſo weiter, „Glaubt nicht, daß ich ungeſchickter Weiſe mit koſt⸗ baren Geſchenken anrückte; daß dies in dem Hauſe nicht angebracht ſey, ſagte mir bald mein inneres richtiges Gefühl, dagegen knüpfte ich gering ſchei⸗ nende Aufmerkſamkeiten an meine Perſon und er⸗ ſchien niemals ohne ein gewünſchtes Stickmuſter,

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