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Das Fräulein von Scuderi.
Erzaͤhlung aus dem Zeitalter Ludwig des Vierzehnten.
(Schluß.)
Die hellen Strahlen des Morgens brachen durch die Fenſter. Desgrais klopfte leiſe an die Thüre des Gemachs, und erinnerte, daß es Zeit ſey, Oli⸗ vier Brußon fortzuſchaffen, da ohne Aufſehen zu erregen das ſpäter nicht geſchehen könne. Die Lie⸗ benden mußten ſich trennen.—
Die dunklen Ahnungen, von denen der Scuderi Gemüth befangen ſeit Brußons erſtem Eintritt in ihr Haus, hatten ſich nun zum Leben geſtaltet auf furchtbare Weiſe. Den Sohn ihrer geliebten Anne ſah ſie ſchuldlos verſtrickt auf eine Art, daß ihn vom ſchmachvollen Tod zu retten, kaum denkbar ſchien. Sie ehrte des Jünglings Heldenſinn, der lieber ſchuldbeladen ſterben, als ein Geheimniß ver⸗ rathen wollte, das ſeiner Madelon den Tod bringen mußte. Im ganzen Reiche der Möglichkeit fand ſie kein Mittel den Aermſten dem grauſamen Ge⸗
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