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Treue siegt : eine Geschichte von der See / von Edmund Hoefer
Entstehung
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212 Zehntes Kapitel.

Und ſie nahm die Hände der beiden Männer, die durch ihre*. Worte und ihre Weiſe ſichtbar ergriffen waren, und drückte D ſie zuſammen und umſchlang ſie mit ihren Fingern.So⸗ ſoll es ſein und nicht anders! Ihr ſollt Freunde bleiben! So ſtanden ſie, und man ſah's wohl, daß die Hände X△ der Männer warm wurden und ineinander faßten. So iſt's recht, ſagte Bensheim ergriffen.Chriſtine, du biſt ein braves, gutes Kind, und Horſt kann dir's nie ge⸗ nug danken, was du an ihm gethan, ſelbſt nicht dies freundliche Werk der Abſchiedsſtunde. Haltet zuſammen, Kinder! Nebe. und Freundſchaft bleiben das beſte, was die Menſchen haben. Die Augen der beiden alten Kameraden ruhten feſt X ineinander, immer milder, immer freundlicher. Und plötzlich S Ld löſten ſie die Hände und erhoben die Arme und umfaßten einander der alte Bund war feſter geſchloſſen als je. 5 Das Boot war inzwiſchen ganz nahe gekommen, man X ſah die Ruder ſich heben und ſenken, mit denen der Führer ½ die Fahrt beſchleunigte, und das Waſſer rieſelte blitzend von ihnen herab. Und nun klang ein Ruf herüber, gedämpft durch die Entfernung und doch verſtändlichhoiho! N So laßt uns gehen, ſprach Detlef,der Alte wartet nicht gern. Und indem er den Arm um Chriſtine legte und ſie küßte, fügte er, tief aus dem Herzen, hinzu:Gott ſegne dich, Chriſtine, und lohne dir, was du an mir gethan. Was gut in mir war und wurdoe, ich dank' es alles dir allein. Sie gingen ſchweigend zum Strande hinab.