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Magiſter Siemann.
Kataſtrophe meldete— das Dach brannte, und einen Augen⸗ blick ſchwankte er, ob er wieder umkehren ſolle. Dann aber trieb ihn der Gedanke an die einſame und hülfloſe Frau weiter— hier waren auch ohne ihn Helfer genug.
Natürlich war in den nächſten Tagen zwiſchen ihm und ſeinen Kameraden vom Brande des Dorfes und Pfarrhauſes die Rede. Von Brandſtiftung wußten ſie jedoch nichts— es ſtammte zufällig keiner von ihnen aus jener Gegend— und erſt am dritten oder vierten Morgen brachte Einer die Nachricht von dem über's Feld laufenden Manne und dem Verdacht gegen denſelben mit. Der Häusler ſchloß mit allem Recht, daß vermuthlich nur er dieſer Verdächtige geweſen ſein könne. Und ſo meldete er ſich, um allen Unannehmlichkeiten vorzubeugen, bei Bensheim perſönlich und ſtellte ſich auf deſſen Rath in der Stadt beim Gericht.
„Als Sie ſich zuerſt vom Waldrande umſchauten— wo ſahen Sie es brennen?“ fragte Groſſe nach dieſer vollſtän⸗ digen Ausſage. Und als der Mann angab, die größte Gluth ſei auf dem rechten Flügel des Hauſes geweſen, die Flamme aber ſchon über das ganze Dach hingeſchlagen,— da fuhr er fort:„alſo auf der Seite, an der Sie vorbeigelaufen ſein
müſſen. Haben Sie— es kann doch kaum eine Viertel⸗
ſtunde vergangen geweſen ſein— gar nichts Verdächtiges bemerkt, keinen fremden Menſchen, keinen Rauch?“
Und der Häusler erwiderte:„Nein, Herr Rath, ich ſah nichts von dergleichen. Denn was ich ſah, kann doch mit dem Brande nichts zu thun haben. Es war hinten am Hauſe


