II.
AUnter Teuer und Flammen.
Als Caspar Peers bei dem unglücklichen Dorfe mit
einem der Guſtow'ſchen Wagen anlangte, der ihn auf der
letzten Strecke überholt und den Athemloſen mitgenommen hatte, mochte ſeit Detlef's erſtem Ausruf vielleicht eine kleine Stunde vergangen ſein,— und dennoch völlig genügend, ein Drittheil des Dorfes zu vernichten. Die Fortſchritte des Feuers waren grauenhafte geweſen. Von ſeinem Urſprungs⸗ ort herwärts gegen die Liſidre zu ſtand keines von den be⸗ ſcheidenen, aber freundlichen Häuſern mehr, welche vor kurzem noch ſo weithin in's Land hinein gegrüßt hatten, die Ställe und Nebengebäude hatte das gleiche Geſchick ereilt, und die ſtattlichen Bäume ſtanden mit angekohlten Stämmen und verſengten Kronen. Und dennoch war auch bei dieſem Un⸗ glück wieder ein Glück: da das Feuer nicht tief im Dorfe aufgegangen und gegen ſeinen Rand vom Winde fortgetrie⸗ ben war, fand es hier verhältnißmäßig bald die Grenze ſeiner


