Auf dem alten Damm.
ihnen hervor und auf den Strand ſchlagen, wo ein ſchnee⸗ weißer Gürtel hart zu euren Füßen die Böſchung des„alten 6 Dammes“ bedeckt und die Grenze ihrer Macht bezeichnet. Rückte die Briſe noch um einen oder zwei Striche weiter gegen Oſten und verſchärfte ſich noch ein wenig, ſo würde 4 der„alte Damm“ freilich auch nicht mehr ausreichenden Schutz gewähren, ſondern die Wellen über ihn hinaus auf die Wieſen und Aecker ſchlagen. Das müſſen aber wohl ſeltene Fälle ſein, denn der Raſen, welcher die Böſchung bedeckt, zeigt ſich nirgends ernſtlich verletzt, und was ihr auf dem„alten Damm“ ſelber wahrnehmt, läßt ſich auch, ja leichter, durch die Einwirkung anderer Gewalten erklären.
Der„alte Damm“ iſt die Landſtraße zwiſchen den bei⸗ 3 den euch geſchilderten Dörfern und genießt im ganzen Lande ℳ des allerſchlechteſten Rufs. Man hat vordem dieſe Straße,
wie wir ſie denn am Ende wohl heißen müſſen, obgleich ſie gegenwärtig der reine Hohn auf ſolch ein Menſchenwerk iſt, vom äußerſten Rande der Feldmark abgeſchnitten und gegen dieſe durch einen tiefen Graben begrenzt. Der außerordent⸗ lich ſchwere Boden dieſes Landſtrichs wird durch, hier oben⸗ darein ſehr häufiges Regenwetter in einer Weiſe erweicht, daß man, wo es Verkehrszwecke gilt, mit allem möglichen
— Ernſt auf ſeine Befeſtigung zu denken hat. Hier hat man 5 dazu das Material benützt, das am Strande in unverſieg⸗
licher Fülle parat liegt: die halbe Breite der Straße verblieb 3 im Urzuſtande, die andere wurde mit den von den Wellen
ausgeworfenen Kieſeln gepflaſtert,— immerhin ein Werk,


