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davonfahren geſehen, und auf ſeine Erkundigung von einem Diener erfahren hatte, daß der junge Mann das Fräulein zu ſprechen gewünſcht, ſich aber ſchon nach we⸗ nigen Minuten wieder entfernt habe.
Der erſte Anblick Hildegards ließ ihn ahnen, was hier vorgefallen war, und ſein Geſicht zum möglichſten Ernſt und zu einer Art von warmer Theilnahme zurecht legend, trat er zu ihr und ſagte mit gedämpfter, ein⸗ ſchmeichelnder Stimme:„Sie haben eben Verdruß ge⸗ habt, theure Hilda?“
Sie ſchüttelte, als wolle ſie nicht geſtört werden, den Kopf. Aber ſie erwiderte nichts.
„O Hilda,“ ſprach er lebhaft und eindringlich, „wann ſoll die ſchutzloſe, einſame Stellung enden, in welcher die Ihren Sie verkommen laſſen? O Hilda, mit welchem Zorn mich das erfüllt, mich, der ich Sie anbete, der Ihnen das ſchönſte, reichſte, ſüßeſte Glück bereiten möchte, das uns Menſchen beſchieden iſt! O Hilda—“ und er legte den Arm um den ſchlanken Körper des Mädchens und beugte das Geſicht zu ihr nieder, um ihr in die Augen zu ſehen—„wollen Sie mein ſein, wollen Sie mich für Ihr Glück ſorgen laſſen?“
Sie richtete ſich auf, ſie war von ihm frei, mit einer langſamen, aber unwiderſtehlichen Bewegung. Eine Secunde lang maß ihn ihr Auge mit einem eiskalten,


