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Vergangene Tage : Geschichten / von Edmund Hoefer
Entstehung
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Und nein doch nein! fuhr er fort, fieberhaft erregt,ich ſagte ja auch das ſchon! Da vorn am Strand entdeckten unſre Gläſer und beim Nähertreiben bald auch unſre Augen ein paar hingeſtreckte Körper Kameraden, wie wir's an der Kleidung ſahen, auch ein Weib o Gott verdamme mich! Der Schoner ſtieß an die Batterie, und wir ſtanden am Bord wie gelähmt und ſchauten das an und rührten uns nicht, und ſprangen nicht an Land und ſagten kein Wort ſo hatte ſogar uns der Anblick gelähmt.

Was half es dann auch, als wir endlich aufſchrieen vor Wuth und au's Land ſtürzten, als wir die Leichen unterſuchten und die Kohlen durchſtöberten, die theil⸗ weiſe noch glühten und dampften, als wir die Fäuſte zum Himmel warfen und Rache ſchwuren! Da ward nichts beſſer. Alles, was wir geſammelt und aufgeſpei⸗ chert, war fort oder vernichtet; keine Hütte mehr übrig, keine lebendige Seele zu finden ſelbſt ein paar Hunde, die wir am Lande hatten, lagen dort mit durchſchoſſenen, zerſchmetterten Schädeln. Kurz, es war grauſig, ſag' ich Euch, furchtbar! Und den Kühnſten unter uns bebte das Herz, und die Muthloſeſten erhoben ſich zu einem Haſſe, der nur durch Blut zu ſtillen war und den ſie auch in Blut geſtillt haben.

Und als Vicent die letzten Worte ſprach, zuckte es