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Vergangene Tage : Geschichten / von Edmund Hoefer
Entstehung
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ſtigkeit aus ſich heraus, warf ſich in eine wilde Aus⸗ gelaſſenheit, in ein trunkenes Glühen und Stürmen, aber es war ein künſtlicher Rauſch und keine Natur und kein Herz. Um das zu erkennen, hätt' ich ein gut Theil dum⸗ mer ſein können, als ich war. Ich fing an beſſer aufzu⸗ merken und zu lauſchen dies Alles mußte doch einen Grund haben! Ich ſpürte was von einer Eiferſucht auf der Teufel weiß wen! Ich gab dem alten Boots⸗ mann, von dem ich Euch vorhin ſchon geſagt er nannte ſich Lionel und war mir mit Leib und Seele ergeben Anfträge für meine Abweſenheit. Es kam nichts zu Platz, was meinen Verdacht hätte rechtfertigen können. Sie war anders und ich ward elend, das war Alles.

Da kam ich wieder von einem Zuge zurück, und als ich Tereſa guten Tag geſagt, und als ich ſie kalt ge⸗ funden, daß es mir wie mit Dolchen in's Herz ſtach, da ging ich zum Alten und fragte ihn wie gewöhnlich. Er war finſter und winkte mir abſeits.

Sir, ſagte er dann,die Sennora hat geſtern die alte Cilli unbarmherzig peitſchen laſſen, weiß nicht weß⸗ halb. Und das alte Weib hat mir dann in der Wuth ge⸗ ſagt, nun wolle ſie reden. Sie wiſſe, der Nigger dazumal, der Jack erſchoß, der ſei aus Eurem Hauſe gekommen. Die Sennora habe vorher mit ihm geredet und ihn dann