236 ſteigen ſah, auch zu Tereſa, die ſich in ihrer Hängematte unter der Cocospalme vor unſerer Hütte ſchaukeln ließ. Da die Beiden ſich ſahen, war's mir, als führe ein ei⸗ genthümlich Leuchten durch des Burſchen Augen, und mit der Geſchwindigkeit des Gedankens wandte ich mei⸗ nen Blick vorſichtig auf Tereſa; allein ſie ſchaute ebenſo verdrießlich drein, wie ſchon den ganzen vergangenen Tag, und nach ein paar Worten wandte ſie uns den Rücken zu.
„Als wir weiter ſchlenderten, bemerkte er:„Ihr habt ja auch Weiber hier, Kapitän. Was thut Ihr bei unſrem Leben mit ſolchem Ballaſt? Hätt' ich das gewußt, wär' ich davon geblieben.“
„Nun, nun,“ verſetzte ich lachend,„das iſt ſtark, mein Burſch! Haßt Ihr ſie denn gar ſo ſehr?“
„Ich habe mit dem Gezücht nichts zu thun,“ war ſeine Antwort.
„Wie kommt das?“
„Laßt's gut ſein, Kapitän,“ ſagte er finſter.„Es iſt ſo und geht Niemand weiter was an.“
„Darin hatte der Burſch denn freilich recht, und ich ließ es auch gut ſein, nur daß ich ein bischen vor mich hin lachen mußte über ſolchen ſogenannten Haß. Aber da warf er den Kopf auf und ſprach mit ſeiner ganzen hoch⸗ müthigen, gräflichen Weiſe:„Lacht nicht, Kapitän, lacht nicht! Glaubt mir, es iſt Blut und Tod bei der Sache!“


