geweihte nicht leicht zu paſſiren war; dann kam eine Straße— ich muß ſagen: eine Schlucht, die beinah eine Meile hinführte, und zwar ſo eng, daß die Raaen mit knapper Noth an den Felswänden vorbeigingen, und die Wände ragten hoch über unſre Spieren empor und hin⸗ gen über, ſo daß man von dort oben ein hindurchſegeln⸗ des Schiff mit Felsblöcken hätte in den Grund bohren können. Aber freilich war das Waſſer drin ganz frei, ſo daß wir, wie geſagt, meiſtens zur Nacht die Straße paſſir⸗ ten. Wenn es dann Morgen ward, riſſen die Neulinge an Bord einmal ihre Augen auf! Denn wir lagen dann in einem prachtvollen, rings umſchloſſenen Becken, wie ich's nirgends ſchöner nund lieblicher geſehn, und ſo ſicher, daß weder Feind noch Wetter uns leicht was anhaben konnten. Und rings umher waren die ſteilen, nur hie und da grün durchwachſenen Felſen, und vor uns lag bis an die Bergkette, welche uns vom Innern der Inſel ſchied, ein Stück Land, wo wir unſere Hütten und Magazine hatten, wo unſere Alten ihre müden Glieder ausruhten und unſere Weiber und Kinder hausten. Und das war ein Stück Land!—
A„Ja, Knabe, ja,“ fuhr er fort und ſtürzte ſein Glas aus und reichte die leere Flaſche dem Wirth zu, der längſt ermuntert bei uns ſaß und mit zuhörte und für ſein Theil auf die Lampe Acht gab, daß ſie hell brannte—


