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Vergangene Tage : Geschichten / von Edmund Hoefer
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geläufig war, und ein Schiff zu führen verſtand Niemand beſſer als er. Und in den acht Wochen unſeres diesmaligen Kreuzens ward er auch im kleinen Dienſt ſo gewandt, daß er auf jedem Poſten zu verwenden geweſen wäre. Lernen konnte man was bei uns.

„Auch im Uebrigen,“ fuhr der Kapitän nach einem tiefen Zuge aus ſeinem Glaſe fort,„ſchickte ſich der Mann zum Offizier, wenn auch nicht grade bei uns. Er hatte etwas Vornehmes an ſich, äußerlich nicht nur, ſon⸗ dern auch im Innern— ſtolze Manieren und kühles We⸗ ſen, und wie freundlich und kameradſchaftlich er auch mit der Mannſchaft verkehrte— überall zeigte ſich's, daß er nicht zu ihnen gehörte, zumal er auch durch eine tüchtige Schule gelaufen ſein mußte, da er ſich allenthalben da⸗ heim zeigte, ſo daß er ſelbſt die Beſten von uns über⸗ ſah. Haß erweckte er dadurch nicht— er blieb, wie geſagt, kameradſchaftlich und ſtets in den Schranken ſeiner Stel⸗ lung; allein überſehen ward ſein Weſen nicht, und bald hieß er an Bord allgemein nur et Conde— das heißt: „der Graf“, mein Junge.

„Mich ſelbſt zog es bald gar beſonders zu ihm; ich weiß nicht, war es ſein Weſen und Behaben, ſeine Tüch⸗ tigkeit als Seemann, ſein feſter Muth und ſeine eiſerne Entſchloſſenheit bei allen Vorfällen oder endlich ſeine Menſchlichkeit nach dem Kampf, mit der er meinen Wil⸗