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Vergangene Tage : Geschichten / von Edmund Hoefer
Entstehung
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„So waren, ſeit ſie zu uns gekommen und ſeit ich das Kommando führte, etwa drei Jahre vergangen, als wir nach manchen Wochen des Umherkreuzens einmal wieder gründlich am Lande bei den Unſern ausruhten und im wilden Jubel die Zeit todtſchlugen; ſo was muß der Menſch hin und wider auch einmal haben. Doch müßt Ihr drum nicht denken, daß wir uns um Alles, was draußen paſſiren mochte, gar nicht bekümmert hätten. Im

Gegentheil hatte ich in den meiſten Hafenplätzen meine

Spione, die mich von Allem in Kenntniß ſetzten, was für uns wiſſenswerth war. Und ſeit Jahr und Tag hatten wir einen zweiten Schoner, den wir gekapert, auf das tüchtigſte ausgerüſtet und ließen ihn nun mit uns ab⸗ wechſelnd umherkreuzen, ſo daß immer Einer von uns drau⸗ ßen war und die neueſten Nachrichten einholte.

„Da lief eines Tags, als wir grade ein extraluſti⸗ ges Feſt feierten, die„Tereſa“— ſo hatte ich den andren Schoner getauft— binnen und brachte uns die Nachricht, daß demnächſt von Port Royal ein Schiff mit ſchwerer Ladung abgehn werde. Der Mund wäſſerte uns, denn wir hatten die letzte Zeit wenig mehr als Spielerei ge⸗ habt, und noch dazu war das angezeigte Fahrzeug ein alter Bekannter von uns, den wir ſchon einmal auf ſeiner Fahrt von Antigua aus verfolgt und in einem ſchweren Sturm hatten aufgeben müſſen. Es hieß freilich, daß eine