— theilnahmslos lehnte ſie in ihrem Stuhl oder ſprach den
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geſellt hatten, ſich um ihren Tiſch reihten, erhob die Schloßherrin ihre Stimme und ſprach ein kurzes Gebet, und dann nahmen Alle Platz. Die Speiſen und das Ge⸗ tränk zeigten ſich ſehr einfach und kaum unterſchieden von denen auf dem andern Tiſch; dagegen war das Geräth prachtooll und ſolid und gab von dem Reichthum Kunde, deſſen die Herrin von Landsburg ſich zu erfreuen hatte.
Die Unterhaltung ward heiter geführt; das einſame Leben auf Landsburg, die Lage des Landes, das auch jetzt, trotz des Winters, noch von feindlichen Schaaren durchſtreift wurde, Berichte des Lieutenants über das Le⸗ ben in jenen Landestheilen, aus denen er eben gekommen ſein ſollte— das Alles bot Stoff genug dar, bis die Mahlzeit zu Ende ging. Die Dienſtleute verließen ſodann mit einem lauten:„Gut' Nacht, Fräulein Elſe— gut' Nacht, Herr Rittmeiſter!“ den Saal, und die Herrſchaf⸗ ten fanden ſich in dem großen Raum allein.
Mamſell Wilke hatte bisher nur wenig Theil am Geſpräch genommen; trotzig und empfindlich über die unerwarteten Vorgänge des Frühabends, verharrte ſie meiſtens ſchweigend und ließ ſich, wie oft und freundlich Fräulein Elſe ſich bemühte, ſie in's Geſpräch zu ziehen, nur ſelten zu einigen, dann auch meiſtens noch herben oder bittern Worten bewegen. Finſter und anſcheinend


