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ſie mit bebender Stimme hervorſtieß:„Wir werden ſehn, Herr von Werth! Wir werden ſehn! Dieſe Inſulten ſollen ein Ende nehmen! Das ſollt Ihr mir büßen!“
„Na ja, in Gottes Namen,“ war ſeine ſpöttiſche Antwort.„Aber wenn Ihr nun doch ſo reſolut ſeid— was habt Ihr denn ſo zu ſchreien, daß das ganze Haus auf die Beine kommt?“
„Und ſollte ich nicht erſchrecken, wenn die giftigen Beſtien mich zerreißen wollen?“ verſetzte ſie mit geſtei⸗ gerter Heftigkeit und erhob den Saum ihres Kleides, der in Fetzen hing.
Der Alte bückte ſich, um beſſer zu ſehen, und nickte dann ruhig.„Ja, ja,“ erwiderte er phlegmatiſch,„ich ſehe, das iſt der Türk geweſen, der iſt noch nicht aus⸗ dreſſirt und faßt noch an. Weßhalb ſeid Ihr auch gelau⸗ fen? Das kommt davon, wenn man Abends im Hauſe umherflankirt, wo man nichts zu thun hat und—“
„Ich werde in dieſem Hauſe wohl gehn dürfen, wie und wo ich will?“ unterbrach ſie ihn zornig.
„O warum nicht, wenn Ihr könnt! Aber wenn Ihr an den Thüren horcht— ſo hat das zuweilen kurioſe Folgen, Mamſell— wie zum Exempel!“
„Wer horcht an den Thüren?“ rief ſie, indem ihr Auge zum Erſtenmal flüchtig zu dem Fremden hinüber⸗
1859. XXIV. Vergangene Tage. 3


