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Vollendung. Ja, als Fräulein von Othmaringen ſich zuletzt vor dem großen Ankleideſpiegel auf das ſorg⸗ fältigſte muſterte und ſich von dem Effect aller Einzeln⸗ heiten und dem Totaleindruck ihrer Erſcheinung über⸗ zeugte, glitt ein außerordentlich ſchmachtendes Lächeln durch ihr träumeriſches Geſicht und ſie ſagte in ihren ſanfteſten Tönen:„Ich mache Dir mein Compliment, Agathe, Du haſt es ſehr gut getroffen. Dies weiche Lila ſteht mir morgens wirklich ſtets am beſten und paßt heute auch ſo ganz beſonders gut zu meinem Teint. Wirklich, dieſes erbleichte, zurückgedrängte Roth iſt Dir meiſterlich gelungen— bewegt und erwartungs⸗ voll— ganz natürlich!“ Und indem ſie langſam ihrem anſtoßenden Boudoir zuſchwebte, fügte ſie ein wenig kräftiger hinzu:„Du läßt mich unter keinen Umſtänden früher ſtören, als bis die alte unangenehme Perſon angelangt iſt und meine Schwägerin Nachricht ſchickt.“
Damit trat ſie in ihr Zimmer, das ſie mit einem Blick überflog, der für das mit dem Säubern und Auf⸗ räumen betraute Dienſtperſonal unter Umſtänden zu ziemlich unangenehmen Folgen führen mochte und ganz und gar aus den hohen Regionen herabſank, in denen die Dame für gewöhnlich weit über dem armen Erden⸗ ſtaub zu weilen liebte; darauf liebkoſte ſie ein wenig den kleinen, ausnehmend dicken König⸗Karls⸗Hund, der


