Teil eines Werkes 
4. Bd. (1869)
Entstehung
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liebte ſie fremde Zuſchauer, gleichviel, ob dieſelben auch wie heute nur auf einen Augenblick im Zimmer er⸗ ſchienen und ſich mit tadelloſer Discretion in gebühren⸗ der Entfernung hielten. Wie einfach und unſtudirt die ſanfte Dame den Ihren und der Welt in den verſchie⸗ denen Abſchnitten des Tags auch ſich vorzuſtellen pflegte, ſtets der ſchlichten Natur huldigend und ihr Alter nicht minder als ihre allgemeine Seelenſtimmung berückſich⸗ tigend, kamen bei dieſer Morgentoilette beſonders doch ſtets allerlei Dinge zur Sprache und allerhand Fragen zur Erwägung, von denen, wie geſagt, Niemand außer den beiden Betheiligten etwas verſtand oder auch nur zu erfahren brauchte. Die Zofe meldete den dringenden Wunſch des Herrn Majors, wie Dagobert in der Familie, ſeinem Range gemäß, benannt zu werden pflegte, der Tante ſobald wie möglich ſeinen Beſuch in einer dringenden Ange⸗ legenheit machen zu dürfen. Der Herr hatte zwar ſeine Dienſtwohnung im Schloß, lebte jetzt aber, wo er ſeinen Dienſt noch nicht wieder angetreten hatte und es bei der Abweſenheit des Fürſten und aller übrigen hohen Herrſchaften in den gewaltigen Gebäuden völlig einſam, faſt öde war, einſtweilen im Palais ſeines Vaters. Fräulein von Othmaringen nahm den Wunſch wo⸗ möglich noch ungnädiger auf als die Störung; man

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