7
gedacht, und dann ſtets in einer Weiſe, daß man daraus auch auf eine innere Trennung ſchließen durfte.
Trotz alledem oder vielleicht gerade wegen dieſes beharrlich feſtgehaltenen ſeltſamen Dunkels im Ver⸗ ein mit allerhand alten bedenklichen Gerüchten glaubte man an eine ſehr, wo nicht allzu genaue Verbindung zwiſchen ihr und dem Prinzen und erwartete, zumal ſeit dem Abtritt des alten fürſtlichen Paares, welches dazumal ſeiner ungnädigen Geſinnung beſonders gegen die weiblichen Mitglieder der Familie Othmaringen einen ungewöhnlich offenen Ausdruck gegeben hatte, ſeit der Wiederanſtellung des Miniſters und ſeit dem Regie⸗ rungsantritt des Fürſten Hermann auch hier die end⸗ liche, möglicherweiſe ſehr intereſſante Aufklärung. Die⸗ ſelbe blieb indeſſen, wiederholentlich geſagt, vollſtändig aus. Es wurde ſelbſt in der Familie nicht mehr von
der Dame geredet als bisher, das heißt, im Grunde
gar nicht; man hörte nichts von ihrem Leben und nichts von ihrem Aufenthalt und vernahm zumal vom Fürſten nichts, was wie eine Erinnerung an ſie ge⸗ klungen hätte, geſchweige denn auf eine mögliche Wie⸗ deranknüpfung alter Verhältniſſe zu deuten geweſen wäre.
Man wußte von mehr als einer Verbindung, in der Prinz Hermann von jeher zu dieſer oder jener


