Teil eines Werkes 
4. Bd. (1869)
Entstehung
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Othmaringen niemals, und ſelbſt bei Tafel oder bei irgend einem der oft ſehr heitern und hübſchen Abend⸗ feſte begegnete man ihnen ſelten, auch dann durch nichts weniger als beſondere Aufmerkſamkeit vom Fürſten und der Prinzeſſin ausgezeichnet.

Das war aber noch nicht einmal genug. Der Sohn des Hauſes, Dagobert, war, wie wir wiſſen, manche Jahre lang der vertraute Adjutant und der unzertrenn⸗ liche Begleiter des Herrn geweſen, eingeweiht, wie man annahm, in alle Verhältniſſe und betraut mit allen mögli⸗ chen und unmöglichen Dienſten. Wie gering man im Grunde nicht nur in weitern Kreiſen, ſondern auch unter den ſogenannten Freunden über Dagobert denken mochte, eins mußte man ihm dennoch zugeſtehen, und das war eine tadelloſe Discretion in Anſehung ſeines Gebieters und ſeiner Dienſte. Man ſah und glaubte ihn daher auch, wo nicht in der Achtung des Herrn über dieſen Punkt konnte man Zweifel haben ſo doch im vollen Vertrauen deſſelben, hielt ihn im gewiſſen Sinne für unentbehrlich und war beim Regierungswechſel nicht wenig auf die Stellung geſpannt, welche er hinfüro einzunehmen haben würde. Wie wir bereits geſagt haben, täuſchte man ſich indeſſen in Anſehung der frü⸗ hern Günſtlinge und Genoſſen des Fürſten und ſomit

auch in Betreff Dagobert's durchaus. Er kehrte weder