Teil eines Werkes 
3. Bd. (1869)
Entstehung
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wie unſern höchſten Schatz, wie eine ſegensvolle Gabe unſers Herrn und Gottes anſahen! O glauben Sie mir, Baron, es iſt etwas unausſprechlich Entſetzliches in dieſer unſerer Abgeſchiedenheit und Hülfloſigkeit, in dieſem glühenden Wunſch, zu helfen und zu retten, und in der Unmöglichkeit, etwas zu ſeiner Erfüllung zu thun! Und obendrein ſtehe ich ganz allein. Baron Othmar iſt völlig unzugänglich und feſt verſchloſſen; ich erfahre von ihm nicht einmal, weshalb das Kind gar nicht an die Heimkehr, an einen Begütigungs⸗ und Verſöhnungsverſuch denken ſollte, wie er davon überzeugt zu ſein behauptet. Frau von Soldnau iſt durchaus unzurechnungsfähig, wie gelähmt. Und ich, der alte, der Welt entfremdete Mann, was kann ich thun, an wen mich wenden? An den Grafen? Sein Auge verdunkelte ſich.Es bedurfte Ihres beſtimmten Ausſpruchs nicht, um mich gegen ihn mit Mißtrauen zu erfüllen. An Henriette? Sie war ja für mich gleich⸗ falls verſchwunden. An die Dienerſchaft, die Behörden? Sie ſind für uns nicht minder ausgeſchloſſen als für Sie. So blieb mir denn nur noch eine Ausſicht, eine einzige Perſönlichkeit, und an die ſchrieb ich, als Sie mich vorhin überraſchten. Es iſt Ihre Hoheit die Frau Prinzeſſin, ſchloß er.

Bilingsfelden lächelte finſter.Das iſt nichts. Daß 14*