Teil eines Werkes 
3. Bd. (1869)
Entstehung
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genſchleiern hervorging, wie glänzend jetzt der erſte Sonnenſtrahl zu ſeinem Hauſe herüberflog, durch das Gerank der blühenden Roſen an ſeinem Fenſter ſchlüpfte, am ſchlichten, ſaubern Vorhang vorbeiſtreifte und keck⸗ lich bis zu ihm auf den Schreibtiſch drang. Erſt da ſtatt des freundlichen Strahls plötzlich ein Schatten her⸗ einfiel und ſein Papier verdunkelte, erhob er den

Kopf und wandte das Geſicht verwundert und dennoch

zerſtreut dem Fenſter zu. Und im nächſten Augenblick ſprang er mit jugendlichem Ungeſtüm auf und ans Fenſter, riß es auf:Herr von Bilingsfelden! Sind Sie's wirklich? Iſt es möglich?

Laſſen Sie mich ein, Pfarrer? fragte der Herr gedämpft zurück. Man ſah's ihm an, daß er eine

ſchwere Zeit verlebt haben mochte, ſo bleich erſchien er

und ſo verfallen mußte man's heißen.Seien Sie nicht laut. Man braucht meine Anweſenheit hier nicht zu erfahren.

Florian eilte hinaus und ſchloß die Thür aufß ſeine alte Haushälterin ſchlief noch ihren ſüßen Mor⸗ genſchlaf. Er zog den Ankömmling auf den Flur, ins Zimmer.Mein beſter Herr Baron, ſetzen Sie ſich nur erſt, ich will Ihnen ein Glas Wein holen, rief er, das kleine Sopha abräumend.Sie ſcheinen ſehr angegriffen zu ſein!