Da kam ihm in einer Nacht, wo er wieder ſo ruhe⸗ los und qualvoll ſann, der Gedanke, ſich an die Prin⸗ zeſſin Conſtanze zu wenden, welche ihren Aufenthalt ja nicht ſo entfernt von*s gewählt hatte, daß ſie nicht von dem, was dort geſchah, hätte erfahren ſollen, zumal wenn es Jemand betraf, für den ſie ſich, wie für Charlotte, voll wahrer Theilnahme und Liebe inte⸗ reſſirte.
Florian Hausmann wurde von dieſem Gedanken ſo ergriffen, daß er faſt jugendlich rüſtig aus dem Bette ſprang und ſich ankleidete, obgleich kaum der Tag graute Er ſchalt ſich ſelber, daß ihm dies Alles erſt jetzt in den Sinn kam, da er die Theilnahme der Prinzeſſin für Charlotte doch gut genug kannte und aus der letztern Briefen nicht minder als aus dem des Gra⸗ fen von der Begegnung beider Frauen erfahren hatte. Ja, er kannte ja die Prinzeſſin ſelber beſſer als man⸗ cher Andere und hatte ſelbſt bei ihrer letzten Anwe⸗ ſenheit in Othmaringen wahrgenommen, welchen Schatz von Liebe und Güte, von Ehre und Würde ſie ſich aus den verwüſtenden Stürmen der letzten Jahre erhal⸗ ten hatte. Bei ihr, wenn bei irgend Jemand, glaubte er Alles vorausſetzen zu dürfen, deſſen es zu einem billigen Urtheil über die Unglückliche, zum Erbar⸗


