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ihrer Bewegungen mit dem Ausdruck der Trauer und zugleich der tiefſten Liebe folgte, blieb dies endlich nicht ohne Eindruck auf ſie. Sie wandte ſich plötzlich ihm wieder zu, und die Augen voll aufquellender Thränen, ſagte ſie wehmüthig:„Verzeihen Sie mir mein ſelt⸗ ſames Weſen, Friedrich! Ich bekenne es, es iſt mir heute etwas begegnet, das mir meine Ruhe koſtete, und nun dieſe Ihre Nachricht noch dazu kam, übermannte es mich—“
„Das ſehe ich und glaube ich“, ſprach er mit ernſter Innigkeit.„Sprechen Sie ſich aus, Conſtanze. Helfen kann ich leider nicht oft, aber rathen immer, und Sie wiſſen außerdem von mir, daß meine Fügſamkeit nur bis zu einem beſtimmten Punkt geht. Ueber den hin⸗ aus bin ich allerdings, wie Sie es vorhin wollten, ein freier Mann. Was hat man verſucht?“
Es war ein wehmüthiges, aber tief inniges Lächeln, das ihm für dieſe treuen, männlichen Worte lohnte; und nachdem ſie ſich langſam hatte in den nächſten Stuhl gleiten laſſen, ſagte ſie bei weitem ruhiger und natürlicher als bisher und nur noch in nachdenklichem Tone:„Ich verſtehe den Fall ſelber noch nicht, mein Freund. Ich erfuhr heute, daß meine Eleonore in einer Verbindung mit— ich ſchäme mich, es zu ſagen— meinem Bruder ſtehe, die mich um ſo mehr beſtürzen
.„


