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neben Eurer Hoheit Empfangszimmer. Da iſt der Herr Prinz eine ganze Weile bei ihr geweſen.“
„Anna, woher weißt Du das? Spionirſt Du?“
„Da noch nicht, Hoheit. Dies iſt mir erzählt wor⸗ den, von keinem unſerer Schloßleute, weiter kann ich nichts ſagen. Aber freilich wiſſen Hoheit ſo gut wie ich, daß es in einer ſo großen Dienerſchaft immer einige gibt, die Augen und Ohren allerwärts haben und das Erhorchte weiter bringen. Und als das Fräu⸗ lein endlich gegangen iſt, weil ihr das Warten zu lange währe, hat ſie den Schleier niedergelaſſen gehabt und iſt ſehr erregt geweſen, faſt zitternd, und ſehr roth. Das iſt mir erzählt worden“, fuhr die Alte fort;„ſeit⸗ dem aber hab' ich ſelber Acht gegeben; ſagen Hoheit immer⸗ hin: ſpionirt, es iſt mir nicht egal, was hier bei uns, hinter Eurer Hoheit Rücken vorgeht— und weiß von drei Malen, wo das Fräulein da war und den Herrn Prinzen ſprach, in Fräulein von Beringen's eigenen Zimmern.“
„Wo Eleonore daheim war?“
„Ja, Hoheit.“
„Und in ihrer Gegenwart?“
„Nein, Hoheit. Fräulein von Beringen war wäh⸗ renddeſſen im Salon.“
Nach einer Pauſe ſagte die Prinzeſſin mit einer


