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Zur linken Hand : eine Erzählung / von Edmund Hoefer
Entstehung
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ließ ſie raſcher als ſonſt ihre Faſſung wiedergewinnen und die Sache mit einer gewiſſen Nüchternheit an⸗ ſehen.

Stellſt Du Dir die Gefahr nicht näher vor, als ſie vielleicht iſt? fragte ſie endlich ſo ruhig, wie ihr möglich, und indem ſie ſich bemühte, die ſorgenvolle Aufmerkſamkeit zu verbergen, mit der ſie insgeheim Marie beobachtete.Auch mir ſcheint dies Ereigniß räthſelhaft, und ich ſuche bisher vergeblich nach einer Löſung. Aber wäre es nicht dennoch möglich, daß ein Anderer für ihn und in ſeinem Auftrage gehandelt hat?

Marie ſchüttelte den Kopf.Unmöglich, Mama! Daß der Rath nicht in Frage kommt, geſtehſt Du ſelber zu. Daß von Roſa keine Rede ſein kann, weiß ich be⸗ ſtimmt, nicht blos wegen ihrer Treue gegen mich, ſondern auch, weil ſie ſeine allerentſchiedenſte Gegnerin iſt und meine Verſöhnung mit ihm mir wie ein Ver⸗ brechen anrechnen würde. Ein Dritter endlich wie könnte ein Bote von ihm, und wäre er noch ſo genau unterrichtet, im Dunkeln den einzigen Weg finden, der es ihm erlaubt, ungeſehen zu kommen und zuverſchwinden, nachdem er die Bilder auf jenen Platz gelegt? Glaube mir, es kann nur der Prinz ſelber ſein! Nur er

weiß, daß die Pforte, welche aus dem Winkel auf den 16*