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Zur linken Hand : eine Erzählung / von Edmund Hoefer
Entstehung
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war etwas Fremdes in dem Bilde, aber etwas Fremdes, das uns nicht zurückſchreckt, ſondern nur noch mehr

feſſelt und ergreift. Denn Frau Conſtanze war durch die Jahre zum alten Mütterchen geworden, wie man

das zu heißen pflegt, während Marie ſich wunderbar jung erhalten hatte; ihre Geſtalt war noch immer ſchlank und fein, und die Reinheit und kindliche Zart⸗ heit ihrer Züge hatte alle Stürme und Schmerzen der Vergangenheit überdauert. Nur der Ausdruck der träumeriſchen Lieblichkeit, der das junge Mädchen ſo wunderbar verſchönte, war demjenigen einer wir ſagten es ſchon milden Schwermuth gewichen. Die Schönheit verlor freilich nichts dabei.

Sie hatte jetzt eben nicht ihr Herz ausgeſchüt⸗ tet. Das Ereigniß des vergangenen Abends hatte ſie der Freundin mitgetheilt, und wie furchtbar ſie durch daſſelbe ergriffen worden, ſprach noch jetzt aus ihrem Ton, aus ihrem ganzen Weſen. Aber von dem, was dieſe Erſchütterung endlich in ihr hervorgerufen habe, wohin ſie ſie dränge, davon klang nicht ein Laut hervor.Der Prinz iſt da er will die Entſcheidung von mir. Das war Alles.

Frau Conſtanze war durch das Mitgetheilte heftig erregt worden. Aber was ſie an Marien beobachtete und von ihr vernahm oder vielmehr nicht vernahm,

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