faſt mit dem kraftvollen, tiefen Ton ſeiner geſunden Ta⸗ ge:„Das hab' ich noch auf dem Herzen— das leg' ich euch an die euren! Ich hab' unſer Land und unſern Herrn geliebt von jeher, mit aller Kraft. Ich hab' den Feind gehaßt, wie es ein deutſches Herz ſoll, und all⸗ mein Denken darauf gerichtet, ihn davon zu jagen. Laßt nicht ab von dem Werk— das verſprecht mir! Was auch kommt— haltet aus! Setzt Gut und Blut daran, daß wir wieder frei ſind in unſerm Lande! Haltet zuſammen immerdar— ſo weit man deutſch redet! Dann braucht ihr euch vor keiner Erdenmacht zu fürchten!— Haltet aus und zeigt's dem Wälſchen ſo, daß er das Wieder⸗ kommen vergißt!“ Sein Kopf fiel in die Kiſſen zurück, ſein Auge ging aber wiederum hell und klar von Einem zum Andern.—
„Der Herr ſegne und behüte Dich und ſei Dir gnädig!“ ſagte der erſchütterte Prediger und drückte die Hand des Bauern.
Rolof ſprach nicht mehr. Gegen Morgen iſt er ge⸗ ſtorben.
Bei Stepnitz in der Waldlichtung erhebt ſich noch immer der grüne Raſenwall, und über demſelben ſieht man die Dächer und hochragenden Bäume des Buſch⸗ hofes. Das iſt heut' wie damals ein einſames, geheimniß⸗ volles Gehöft, ſtill im abgeſchloſſenen Raum. Die Herzen


