Gegen Mittag fanden ſich die Sieger zuſammen und zogen mit ihren Todten und Verwundeten langſam und ernſt heim. Auch für Rolof hatte man ſchnell eine Bahre gerüſtet. Der Förſter und Detlof gingen neben ihm, und der wunde Mann hielt fort und fort des Sohnes Hand in der braunen Fauſt und ließ ſeine Augen mit einemn tiefen, ernſten, ſinnenden Blick auf den bleichen Zügen ſeines Kindes ruhen.
„Das iſt Alles nur für nichts— weßhalb ſollt ich nicht reden? Das Schweigen macht mich auch nicht wieder lebendig,“ ſagte der Buſchbauer zwar mit ſchwä-⸗ cherer Stimme als in den Tagen ſeiner Kraft, ſonſt aber ganz vernehmlich und in ruhig ernſtem Tone, als e Abends, von einem kurzen Schlummer erwacht, die Sei⸗ nen und den Prediger um ſein Lager verſammelt ſah und man ihn um Schonung der wunden Bruſt gebeten hatte.„Das iſt umſonſt— ich ſeh' die Sonne nicht wieder aufgehen, ſo oder ſo, das fühl' ich ſelber am be⸗ ſten. Meine Zeit iſt um. Laßt mich reden, was ich zu reden habe— viel iſt's nicht, aber geſagt muß es doch werden.“


