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„Wir haben morgen den Feind vor uns, vielleicht noch heut Nacht. Wir wiſſen beſtimmt, daß ſich, auf die Nachricht von den Rüſtungen, heut' Morgen eine ziemliche Schaar der Grenze genähert hat— unſ're Boten meinten, Franz ſei bei ihnen und der Müller Ruſt, Letzterer aber nur gezwungen. Und ich kann's mir denken, denn wir kennen ihn und ſein Spioniren im Lande umher, und wür⸗ den ihm garſtig mitſpielen, wenn wir ihn packten. Wir ſind ſchon im Dorf umher geweſen und haben alle Mann⸗ ſchaft beſtellt, auch von Dreſow und Wiesnitz. Es ſoll nichts laut werden. Den alten Sodenberg ſollen ſie ein⸗ ſperren— dem iſt nicht zu trauen— und unſern Jochem haben wir beim Krüger(Schenkwirth) gelaſſen, daß der ihn auch feſthält. Er war leider dabei, als der Ohm und ich die Nachricht kriegten, obgleich ich ſchon immer vor ihm gewarnt habe. Nun aber bin ich doch durchgedrungen. 4
„Wenn Dein Vater nur hier wäre!“ meinte Gertrud.
„So ſag' ich auch und wir Alle! Niemand weiß Be⸗ ſcheid im Buſch wie er, ſelbſt Dein Vater nicht.— Nun aber hab' Muth, Gertrud! Es muß gut gehen! Sorg' da⸗ für, daß hier Alles in Ruhe und Ordnung iſt. Schließ die Thore zu und laſſe die Dirnen Wache ſtehen, daß ſie auf⸗ paſſen, wenn wir zurück müßten, denn natürlich würden wir uns dann im Buſchhof feſtſetzen. Männer können wir euch nicht hier laſſen.“


