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Eine Geschichte von damals / von Edmund Hoefer
Entstehung
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Menſchheit iſt. Ihr glaubt nichts, ihr ehrt und achtet nichts, ihr ſtoßt das Gute, was euch unſer Herrgott ge⸗ gönnt, mit Hand und Mund von euch. Ihr wollt Alles allein thun und euch von keinem andern Weſen mehr helfen und rathen laſſen! Und ſo taumelt ihr der Zukunft und dem Unglück blind entgegen! Nein, ich ſag's, ich will lieber bei meinem alten Glauben leben und ſterben, der mir ſagt, wann ich ruhig ſein darf, wann ich zu ſor⸗ gen und aufzupaſſen habe. Und mir däucht, in ſolcher argen Zeit ſollte man ſeinem gnädigen Herrgott tauſend⸗ und tauſendmal danken, daß er uns auf das kommende Elend hinweiſt. Ich denke doch, nun hätt's uns der Kleine deutlich genug gezeigt, daß uns was bevorſteht und daß er die Wahrheit kund macht. Gott gebe, daß wir erſt Alles überſtanden haben!

Baſe, Baſe! ſprach Gertrud freundlich und kniete neben der Alten auf den niedrigen Fußſchemel nieder und legte ihre Arme um die hagere Geſtalt,wie mögt Ihr Euch doch fort und fort quälen! Es ſteht ja Alles gut, berichten die Männer, der Feind drüben rührt ſich nicht wie wollt' er auch jetzt durch den Buſch kommen? Der Ohm muß ja nun auch bald wieder nach Hauſe kehren ihm kann nichts paſſiren; da draußen iſt ja Alles in luſtigem Jubel und vollem Rüſten! Und wenn's denn endlich auch zu einem wirklichen Kampf käme