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Eine Geschichte von damals / von Edmund Hoefer
Entstehung
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manches ein anderes Anſehen für Rolof erhalten, ſo daß auch ſeine Anſichten und Pläne dadurch umgeſtaltet werden mußten. Jetzt jedoch ſchob er, wie geſagt, alle dieſe Sonderintereſſen von ſich zurück, wie ſie auch im Gange unſerer Erzählung in den Hintergrund treten mußten. Es galt jetzt das Allgemeine und Große, dem in ſolcher Zeit der Einzelne äußerlich und innerlich unter⸗ geordnet ſein und bleiben muß. Und ſo reiſte der Buſch⸗ bauer ab.

Auf dem ſtillen Hofe im Burgring war inzwiſchen ein gar ungewöhnliches Leben und Treiben im Gange. Der Förſter hielt Menſchen und Thiere in Athem, die Gegend zu durchſtreifen, die Grenze zu bewachen. Mit den Bauernhaufen, welche die Päſſe über die Ina bewach⸗ ten, ſtand er in ſtetem Verkehr. Er hatte ſogar vertraute Leute in das Herzogthum hinübergeſchickt und Verbindun⸗ gen angeknüpft, damit er rechtzeitig von jeder drohenden Bewegung des Feindes unterrichtet werde. Er ward da⸗ durch, ſo gut wie ſeine Umgebung, allmälig auch wieder ruhiger, zumal die Nachrichten aus dem eigenen Lande nach und nach tröſtlicher lauteten. Die Regierungen ſchrit⸗ ten immer entſchiedener vor mit ihren Rüſtungen, der Feind wich überall zurück aus den lange beſetzten Pro⸗ vinzen, während die Ruſſen ihm immer weiter nachſtreif⸗ ten, und die Bewegung im Volk ward von Tag zu Tag