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wäſſerungs⸗Verſuches ſpotten, da von einem irgendwie namhaften Abfall auf dieſem Terrain keine Rede iſt.
Als Grenze iſt die Ina indeſſen in jenen Tagen, wo es bei gelegentlichen Kriegen und Fehden auf die Vertheidigung der äußerſten Landesbezirke ankam, nicht unwichtig geweſen; die Chroniſten wiſſen von mehr als einem blutigen Kampf, von mancher tapfern That an ihren Ufern zu erzählen. Es geht auch aus dem Mit⸗ getheilten hervor, daß ein Uebergang über dies Waſ⸗ ſer ſchon an ſich nicht leicht ſein könne, und bei zweck⸗ mäßigem Widerſtande faſt unmöglich werden müſſe. Der Fluß ſelbſt iſt, mit Ausnahme weniger Stellen, ſchwer zu überſchreiten. Es müſſen tüchtige Schwimmer, Ru⸗ derer mit derben Muskeln ſein, welche durch das Rohr, Kraut und die Waſſerpflanzen aller Art, die ſich wie Schlingen und Maſchen eines verderblichen Netzes über die Flut und unter derſelben hinbreiten, dringen wollen. Das Flußbett iſt bodenlos; in der Tiefe gibt es nichts als einen bis in's Innerſte erweichten Schlamm, aus dem noch niemals etwas, das unglücklicher Weiſe hinein⸗ gerieth, zurück zu erlangen war. Und die Ufer endlich ſind, wie ſchon bemerkt, weit hinaus Sumpf, Moor und Rohrbruch, durch die bisher nur wenige und ſtets gefähr⸗ liche Pfade entdeckt wurden. Da können kanm Einzelne gehen; an den geordneten Marſch einer größern Trup⸗
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