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Eine Geschichte von damals / von Edmund Hoefer
Entstehung
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gentlich von dem unglücklichen Waſſer, und haben nichts von ihm, als von Zeit zu Zeit ein Gericht nicht grade beſonders ſchmackhafter Fiſche. Denn die Ina iſt trotz ihrer Länge und Tiefe keine Verkehrs⸗ und Verbindungs⸗ ſtraße, und ſelbſt die ſchlechten Landwege dieſer Gegen⸗ den ſind ihren ſchlammigen Waſſern noch vorzuziehen. Es iſt ein Fluß der tiefſten Wald⸗, Haide⸗ und Moorgegend, in dem von Fließen wenig oder nichts zu ſpüren iſt, der zur angemeſſenen Jahreszeit faſt bis in die Mitte hinein wie ein Teich übergrünt und überblüht wird, deſſen Waſſer von dieſem hellen, ſchönen Element eigentlich nur den Namen und die Flüſſigkeit hat. Im Uebrigen iſt es dem durchfloſſenen Terrain gemäß bald braun, bald roth, gelb oder ordinär ſchmutzig, niemals aber durchſichtig. Und da die Mündung weit in's Fluß⸗ bett hinein obendrein noch von der See mit Sand ver⸗ ſchlämmt und verdämmt iſt, durch den ſich die Fluten ei⸗ nen ſpärlichen Abfluß ſuchen müſſen, ſo behält dies Waſ⸗ ſer den gleichen Charakter während ſeines ganzen Laufes es iſt nichts als die Grenze und vermag zu nichts Ande⸗ rem zu dienen; es gewährt keinen Nutzen, ſondern bringt vielmehr Schaden, indem es die Kultur der angrenzenden Landſtriche theils überaus erſchwert, theils gradezu un⸗ möglich macht. Seine Ufer beſtehen bis tief in's Land hinein nur qus Moor und Sumpf, welche jedes Ent⸗