218
den großen Baronen zu Ende,“ bemerkte er;„und ſo gut es mir auch im Leben ging— mein beſtes Glück war doch, daß ich mir den Ruprecht wieder einfangen und ihn hier einſetzen konnte, und,“ ſetzte er ernſter hinzu,„daß er ſo gut einſchlug.“
„Ja Herr— es iſt ein ächter, er zeigt's täglich,“ ſprach Gottlob wiederum ſtolz;„er zeigt's in Haus und Hof, bei Frau und Kind, gegen jedermann. Und ſeit mir unſer Hans Adam vergangenen Herbſt das Jägerſtückchen von ihm erzählt— möͤcht' ich am liebſten noch einmal jung ſein, um das Leben von neuem mit ihm durchzuma⸗ chen. Der große Baron iſt ſchon da, aber mit den Röder iſt's zu Ende.“
Der Baron ſchaute mit ſeinem wohlwollendſten Blick zu dem alten Diener hinüber. Dann ſtand er auf und bot dem Jäger, zu ihm tretend, die Hand.„Nun, Gott⸗ lob,“ redete er herzlich,„wann unſer Herrgott Dich und mich auch abruft, das kannſt Du als mein letztes Wort mit hinübernehmen: der Herrgott gebe, daß man von den Absberg ſtets ſagen kann, was von den Röder galt und gilt— vom Erſten bis zum Letzten, Ehrenmänner wa⸗ ren alle.“
„Schon recht, Herr,“ antwortete Gottlob, der ſich unn gleichfalls, wenn auch ſichtbar mühſam erhob, hart⸗ näckig.„Aber zu Ende ſind die Röder doch, und eigent⸗ lich iſt's ſchade. Denn ich weiß nicht wie's werden ſoll.


