Teil eines Werkes 
2. Theil (1861)
Entstehung
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in ſeiner Stimme auch noch jenes Andere geweſen, was, wie geſagt, damals eine Zeit lang zwiſchen ihr und dem Vater geſtanden und wohl beendet aber nicht ausgeglichen war. Das hatte ſie vollends verſtummen laſſen. Seitdem war nie wieder ein irgendwie herzliches Verhältniß zwiſchen ihnen entſtanden. Er blieb kalt ge⸗ gen ſie, ſie— obſchon ſie ſich hütete es zu zeigen— ver⸗ bittert gegen ihn, der nach ihrer Anſicht ihr Recht und ihre Stellung gleichfalls verkannte. Und was in dieſem Verhältniß zwiſchen den ſo nahen Verwandten und beſon⸗ ders bei Hildegards Charakter das Allerübelſte war,— der Baron, der im häuslichen Leben niemals nach einer Herrſchaft geſtrebt, vielmehr ſeiner verſtorbenen Frau, wie wir wiſſen, hier eine ſchier unbegrenzte Freiheit und daneben auch in manchen anderen Dingen einen ſehr gro⸗ ßen Einfluß auf ſein eigenes Meinen und Handeln einge⸗ räumt hatte, beſchränkte nach dieſen Richtungen hin die Stellung der Tochter auf das alleräußerſte. Er berieth ſich nicht mit ihr, er fragte ſie nicht, er ließ nichts von ihr abhängen, und ſie hatte kein Wort mitzureden, ſei es wobei es ſei. Es konnte der hochmüthigen, verbitterten Frau keinen Erſatz gewähren, daß der Vater ſie natürlich in anderen äußerlichen Beziehungen ſtellte, wie es ſich für den großen Baron und ſeine einzige Tochter geziemte. Und dies war noch nicht einmal das Schlimmſte, was ſie von den Ihren zu erfahren und zu tragen hatte.