Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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Wundern Sie ſich nicht über dieſen Eingang des Briefes, mein junger Freund. Die Sache iſt ernſter als Sie denken, ernſter als Sie wiſſen können.

Bisher weiß ich wenig von Ihnen, lieber Ruprecht; ich ſah Sie nie und erfuhr früher nur ſelten durch einen der trockenen und wenig eingehenden Briefe Ihres Vor⸗ mundes von Ihrem äußeren Lebensgange das Allernoth⸗ dürftigſte, von dem innern, wirklichen Menſchen auch dies kaum. Seitdem Sie ſpäter, auf ſein Drängen, von der Univerſität ſelbſt an mich ſchrieben und ſeit den ſchönen Briefen, die Sie mir ein paarmal aus Griechenland und, nach Ihrer Rückkehr, von A. ſchickten, wurde die Sache zwar etwas beſſer; aber ich erkannte, daß Sie ein geiſt⸗ voller und wackerer junger Mann, ein zwar ein wenig heißes und wildes, aber doch auch wieder treues und ehr⸗ liches Herz, kurz ein Menſch ſeien, an dem Ihre Eltern Freude gehabt haben würden, falls Sie das Leben behal⸗ ten hätten. Allein manches blieb mir auch jetzt noch un⸗ klar, mehr als ein auftauchender Zug paßte mir nicht zu dem anderen. Beſonders verſtand und verſtehe ich es nicht, wie der Künſtler der Kunſt, ſo zu ſagen, entweichen und den Stand des Kriegers zumal im Frieden vorziehen könnte. Nehmen Sie das alles nicht als ei⸗ nen grämlichen Tadel, junger Freund, nicht als ein phili⸗ ſtröſes Mäkeln und Quälen des alten eingeroſteten Pro⸗ feſſors. Bei Gott, das iſt es nicht! Es iſt nie in mei⸗