Teil eines Werkes 
1. Theil (1861)
Entstehung
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zückend ſchildert, an unſeren armen Strandpartien wenig Vergnügen finden, fürchte ich, Herr Münch.“

„Doch, doch, mein Fräulein, das Vaterland hat im⸗ mer ſeine Reize. Und wär' es nur der eine, daß ich hier ohne Säbel und Gewehr zu meinen Studien auswandern kann,“ ſetzte er lachend hinzu,„und nicht in jedem Au⸗ genblick mich nach irgend einem heranſchleichenden Buſch⸗ klepper umzuſehen habe.“

Sie lächelte gleichfalls. Indem ſie jedoch alsbald wieder ernſt wurde, ſtreifte ſie ihn mit einem flüchtigen Blick ihrer großen dunkelgrauen Augen und ſprach raſch, aber gedämpft und gleichſam befangen:„Sie kommen von A., wenn ich recht verſtanden habe, Herr Münch? Weilten Sie länger dort? Iſt Ihnen mein Vater bekannt geworden? Ich erfahre leider ſo ſelten etwas von ihm,“ fuhr ſie noch leiſer und flüchtig erröthend fort,„daß ich jede Gelegenheit ergreife, nach ihm zu fragen.“

„Wenn Ihr Herr Vater der dortige Kommandeur der

Hußaren, Herr von Merlin iſt,“ antwortete Ruprecht, der ebenfalls roth geworden,„ſo habe ich allerdings die Ehre—“

„Das iſt mein Vater!“ fiel ſie ihm immer gedämpft in's Wort.„Herr von Hohenfeld hat Ihnen vielleicht von unſerer Familie erzählt. Ich bitte Sie, nennen Sie des Vaters Namen bei uns nicht, aber ſuchen Sie ein paar Tage hier zu verweilen. Ich will und muß von ihm hören.— Er iſt alſo wohl?“

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