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desſelben fehlte ihm, und ſeine Geſtalt war trotz des ſicht⸗ bar nicht geringen Alters vom vollkommenſten Ebenmaße.
„Herr Ruprecht Münch?“ fragte er jetzt in fragen⸗ dem Tone und muſterte, nach einer leichten Verbeugung den Anköinmling mit ſcharfem und doch wieder freundli⸗ chem Blick.„In der That, das iſt wunderlich. Aber wir ſind hier zu Lande durch die beiden Hans Adams ſchon an ſolche— Doppelexiſtenzen, will ich's heißen, gewöhnt. Ich biete Ihnen nochmals Willkommen, Herr Münch. Sie ſind Maler?“
Der junge Mann verbeugte ſich; bevor er jedoch etwas erwiedern konnte, nahm Hohenfeld das Wort.„Der junge Herr hat bisher in Griechenland gefochten und ge⸗ zeichnet und will ſich nun zur Veränderung unſere nordi⸗ ſchen Küſten betrachten. Er iſt durch einen alten Freund von A. an mich adreſſirt worden, Nachbar, und freute ſich ſehr, als er erfuhr, daß Ihr ſo nahe wohnt und mein gu⸗ ter Freund ſeid. Er hat von Euren Bildern gehört und brennt nach ihrem Anblick. Und mir iſt dabei eingefallen, daß Ihr vor Jahr und Tag einmal von einem ſe chadhaften Gemälde ſpracht—“
„Freilich, von meinem Cranach!“ unterbrach ihn der Baron und lebhaft ſetzte er gegen Ruprecht gewendet hinzu:„Wenn Sie ſich ſchon in dieſem Genre verſucht haben und mir ein Paar Wochen gönnen dürften, ich wüßte nicht, was mir Lieberes begegnen könnte!“


