Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Steinwald war es, ſie trug an Allem die Schuld, ihr mußte er zürnen, und jetzt war der Augenblick der Ver⸗ geltung gekommen, jetzt war Liebezeit in der rechten Stim⸗ mung und mit blitzenden Augen antwortete er Herrn Mahlmann mit lauter Stimme:

Sie meinen, ich verſpüre Luſt, mich zu verheirathen? Ich denke von den Frauen wie von den Vöglein im Walde. Gern ſehe ich ſie von Zweig zu Zweig hüpfen, gern höre ich ſie ſingen. Aber fangen und nach Hauſe nehmen mag ich keins von ihnen. Im Bauer nehmen ſie ſich doch ganz anders aus, als in der Freiheit entweder ſingen ſie gar nicht mehr, oder ſie ſchmettern Einem die Ohren voll. 3

Vielleicht hätte Liebezeit noch weiter geſprochen, wenn das ſchallende Gelächter der Anweſenden, in das er mit einſtimmte, ihn nicht gehindert hätte.

Jetzt mußte Fräulein Steinwald dem Weinen nahe ſein und die Qualen ihres Innern mußten ſich auf ihrem Geſichte abſpiegeln.

Triumphirend wandte Liebezeit den Kopf ein wenig ſeitwärts, um der Gedemüthigten einen verſtohlenen Blick zuzuwerfen.

Wenn Liebezeit mit der ganzen Gewalt ſeines Kör⸗ pers ſtundenlang ſich gegen eine Thüre gelehnt hätte, um Eindringlingen Widerſtand zu leiſten, und endlich beim