Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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durch ein unheimliches, geſpenſtiſches Geräuſch aus meinen Träumereien geſchreckt. Es kratzt dicht an meiner Wand, als wäre es in meiner Kammer ſelbſt. Ich lauſche und lauſche, und beſinne mich endlich, daß es der Schornſtein⸗ feger iſt, der die mit meiner Kammer grenzende Eſſe reinigt.

Und jetzt ſehe ich mich unten in dem blautapezirten kleinen Comptoir mit dem großen Kachelofen, auf dem der Adler ſeine Schwingen ausbreitet. Vor dem Fenſter nach dem Hofe hinaus, ranken ſich aus einem mit fruchtbarer Erde gefüllten Cigarrenkaſten Schlingpflanzen an dünnen Fäden empor. In der Nähe der Thür, die in den Laden führt, ſteht der Briefſchrank und eben bin ich an dieſem Schranke beſchäftigt und fühle, wie ich ſo harmlos daran⸗ ſtehe, plötzlich einen tüchtigen Stoß auf den Rücken. So geht es Jedem, der an dem Briefſchranke ſteht und nicht zur Seite tritt, ſobald ſich die Ladenthüre öffnet, die beim Herumbiegen faſt an den Schrank ſtößt. Und ich ſelbſt habe meinem Vetter auf dieſe Art manchen Stoß verſetzt und freute mich im ſtillen, daß er mir deshalb nichts ſagen durfte, als höchſtens:„Nimm dich doch in Acht!“

Ich ſehe die Käufer im Laden, und ſehe, wie die Bauerfrauen ihre Tragkörbe abgeſetzt haben und auf einer Bank ſitzend, warten, bis man ihnen die Zuckerhüte und Kaffeepackete hineingepackt hat, und dann hilft man ihnen den ſchweren Korb auf den Rücken heben und ſogar mein