Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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Verfaſſers ſeine Neigung für eine junge Schauſpielerin unſers Theaters heraus zu finden, die ſeinen eben ſo geiſt⸗ vollen als begeiſterten Lobſprüchen ſehr viel zu verdanken hat. Der Schreiber dieſer Zeilen jedoch, der die Talente Ihres jungen Anverwandten gewiß zu ſchätzen und zu ehren weiß, hält es für ſeine Pflicht, den Letzteren auf die peinliche Verlegenheit aufmerkſam zu machen, welche der erwähnten Dame bevorſteht, ſobald ihr Protektor in die unabwendbare Nothwendigkeit verſetzt wird, das Incognito des Doctor Krach abzuſtreifen und angeſichts der weiten Kluft, welche Thalia von Mercurius trennt, der ihm ver⸗ pflichteten jungen Schuſpielerin die Fortſetzung des ange⸗ knüpften Verhältniſſes zuzumuthen.— Noch mehr als das Wohl der ehrenwerthen Dame aber, liegt dem Schreiber Dieſes die Zukunft unſres jungen Freundes ſelbſt am Herzen. Moͤchte derſelbe doch dem warmen, wohlgemeinten Rathe folgen und einer ſchöngeiſtigen Thätigkeit entſagen, die ihn von dem ehrenwerthen Berufe des Kaufmanns abzieht, ohne dafür einen andern Erſatz zu bieten, als ummer und Aergerniſſe, Noth und Elend.— Der Um⸗ ſtand, daß Ihr Verwandter dem Theaterbeſuche die Opfer an Zeit und Geld bringen konnte, welche die Aufgabe eines Theaterkritikers gebietet, läßt mich mit Beſtimmtheit vorausſetzen, daß Sie, deſſen Erlaubniß hierzu nöthig war, um die außergeſchäftliche Thätigkeit Ihres Mitarbeiters

1859. VII. Der beſeelte Schatten. II. 4