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Laura entdecken und ihr meine Liebe geſtehen. Ich hatte es ſchon oft genug thun wollen, aber ich hatte noch nicht gewagt, über den wärmeren Händedruck hinauszuſchreiten. Oft hatte ich neben ihr in der Laube geſeſſen, allein und von Niemandem belauſcht. Doch ich wagte nicht, den großen liebenswürdigen Verrath an mir zu begehen. Meine Hand zuckte nach der ihrigen— wenn ich ſie ergriff, dieſe kleine weiße Hand— da war Alles verrathen— wenn ich ſie zu meinen Lippen führte, da blieb nichts mehr zu ſagen übrig! Aber Alles, was in ſolchen Stunden geſchah, war höchſtens, daß Laura mich fragte:„Warum ſind Sie ſo ſtill?“.
Bollhorn war ſehr redſelig als ich Abends mit ihm nach Hauſe ging, und beim Abſchiede ſchüttelte er mir ſogar die Hand.
Es ſchlief ſchon Alles im⸗Hauſe als ich die Treppen hinauf ging, ſonſt hätte mir wohl dieſen Abend noch ein ernſtes Rencontre mit meinem Vetter bevor geſtanden, denn als ich in meine Kammer trat und Licht angezündet hatte, fand ich meine gedruckten Theaterrecenſionen, meine Manuſcripte und Gedichte umhergeſtreut und meinen Schreibtiſch erbrochen. Daß meine Befürchtung, mein Vetter ſelbſt habe ſich dieſen Eingriff erlaubt, richtig war, fand ich in dem unheimlichen Schweigen, das derſelbe am nächſten Morgen gegen mich beobachtete, hinreichend be⸗


