Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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ſchlug, weiß ich nicht, denn ich kehrte von meinem Streif⸗ zuge ſtets ſo haſtig zurück, daß ich nicht beobachten konnte, was im jenſeitigen Lager vorging.

Es begann bereits zu dunkeln. Ein gelinder Abend⸗ wind ſtrich durch das Blätterwerk der Bäume und Sträu⸗ cher und trug die Wohlgerüche der Blumen durch die Lüfte. In den Fenſtern nach dem Garten zu glühten die letzten Strahlen der Sonne. Es war heute im Theater keine Vorſtellung. Ich hörte vorn die Hausthür gehen; nicht lange, ſo öffnete ſich die Thüre nach dem Garten und ein Herr in ſchwarzem ſpaniſchen Mantel, mit gelblichem Teint und ſchwarzem krauſen Haar näherte ſich unſerer Laube. Laura war aufgeſtandeu und ihre Mutter erhob ſich eben⸗ falls. Der neue Ankömmling war mir durchaus nicht un⸗ bekannt, ich hatte ihn wenige Tage vorher die Treppen am Theater herunterkommen ſehen. Es war der Darſteller des Macbeth, der talentvolle Intriguant und Charakter⸗ ſpieler unſerer Bühne. Man ſtellte mich vor; vorläuſig ſchlechtweg als Doctor Krach.

Herr Bollhorn brachte Laura die Nachricht, daß die Primadonna des Theaters bei der Direction um Auflö⸗ ſung ihres Contracts angetragen habe.„Aller Wahr⸗ ſcheinlichkeit nach hat ſie in der Ferne von Ihren Triumphen gehört,“ ſagte Bollhorn,„und wird Ihnen jetzt das Feld überlaſſen wollen.“