Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
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jawol, ein Confirmationsſchein, vortrefflich, Herr Re⸗ dacteur! Vortrefflich!

Alſo zu unſrer Sache, fuhr der Redacteur fort, über meine Anerkennung mit der Gleichgültigkeit eines Autors hinweggehend, der an Anerkennung gewöhnt iſt und ſchon viel gediegnere Ausſprüche gethan hat. Er er⸗ klärte ſich nach einigem Bedenken geneigt, meine Recenſio⸗

nen in ſeinem Blatte aufzunehmen, beſonders da ihn ſelbſt überhäufte Arbeiten hinderten, dem Theater in dem Maße wie bisher ſeine Aufmerkſamkeit zu widmen. Ich ſollte mich durchaus nicht ſcheuen, beruhigte er mich, in meinen Recenſionen den doctrinalen Standpunkt zu behaupten, den ich in meiner vorliegenden erſten Eingabe, wie es ihm ſchiene, habe verleugnen wollen, vielleicht in der Iguten Abſicht, möglichſt populär zu ſchreiben.

Wir ſprachen Vielerlei über die Bühnenzuſtände mit ſpecieller Berückſichtigung der hieſigen Bühne und ihrer hervorragendſten Kräfte. Wir kamen auch auf Fräulein Braag zu reden, der ich, nicht ohne einige Befangenheit, eine bedeutende Zukunft prophezeihen zu dürfen glaubte.

Man täuſcht ſich zu leicht in der Beurtheilung eines Talents, wandte der Redacteur ein,die junge Dame, von der Sie ſprachen, blendet durch die Schönheit ihrer Erſcheinung! ich habe nie eine Spur von tragiſcher Ge⸗

ſaltungskraſt an ihr entdeckt.

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