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Laura war beſtürzt, ihr Antlitz glich dem Marmor. Auf der Straße war es leer. Immer glaubte ſie, wenn vor ihren Augen ein dunkler Gegenſtand auftauchte, Froſt zu erblicken. Aber er war es nicht.
„So iſt wieder ein Mal meine Sonne untergegan⸗ gen!“ ſagte ſich Mahlmann im Stillen, als er ſich allein ſah.„Die Einſamkeit iſt ſchön, wenn ich ſie mit Dir theilen kann, Du holdes, freundliches Bild! Noch ein Mal habe Mitleid mit mir, noch ein Mal ſchütte den Reichthum Deines Herzens auf mich herab— in einem einzigen innigen„Ja!“— Ich bin nicht weichherzig— ich fühle keine thörichte, ſich ſelbſt verzehrende Gluth in mir! Nur ein ſanftes, liebes Weſen will ich an der Hand führen und nach endlich erfüllter Pflicht will ich an einem Familienherde ausruhen!“
Ein Klopfen an der Thür ſtörte Mahlmann in ſeinen Gedanken. Er war erſtaunt, in dem Eintretenden— Froſt zu erkennen. Sein Antlitz war bleich und verſtört. Mahl⸗ mann bemerkte eine Rolle in ſeiner Hand.
„Ich will nicht fragen,“ rief ihm Mahlmann zu, „was die Urſache Ihrer räthſelhaften Entfernung geweſen iſt. Aber— Froſt! Froſt!— Sie haben ſich nicht ge⸗ beſſert!“


