Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Aufgabe vor ſich ſtehen und es erfüllt ihn mit Freude und er arbeitet muthig darauf hin, bis endlich der Tag erſcheint, wo der Guß vor ſich gehen ſoll: da reißt ſich plötzlich eine weite Kluft vor ihm auf und zwiſchen Werden und Sein tritt die Bedingung des Gelingens. So ſteht er bangend vor der Gegenwart der Entſcheidung.

Ein täuſchender Fernblick iſt die Hoffnung: ein Berg reiht ſich an den andern, und wenn wir näher kommen, ſehen wir erſt den Abgrund, der beide von ein⸗ ander trennt, und ſchrecken zurück. Selbſt Gewißheiten mögen uns winken, aber ſo nah' und unumſtößlich ſie ſein mögen, die Entſcheidung drückt erſt ihr Siegel auf und ſieht uns dabei finſter an und liebt es, uns wenigſtens ein kleines Bangen einzuflößen, wenn ſie uns nicht täu⸗ ſchen darf.

Ob er es auch wirklich iſt? frug ſich Laura den ganzen Tag und während der Nacht träumte ſie von einem lieben bekannteu Geſicht, das allmälich andre Züge annahm, bis es ihr endlich ganz fremd wurde.

Heute kommt Froſt.

Laura hatte keine Ruhe im Zimmer, ſie war faſt be⸗ ſtändig im Parke und im Betreten der Hausflur war ſie ſchon öfters wieder erſchrocken zurückgeflohn, wenn ſie Schritte hörte..

An dieſem Nachmittage konnte man im Parke des