Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Augen dann zerriß ein Nebel das Bild und nach langer Finſterniß tauchte es wieder auf, am Tage oder in der Nacht. 1

Von wannen kam die Hand, die ihn über einem tiefen Abgrunde ſchwebend, mit wunderbarer Macht feſthielt, daß er nicht fallen konnte?.

Und es war eine ſanfte Hand ſie ſchlich oft leiſe über ſein Antlitz und um ſeine Stirn, ſie hob oft wiegend ſein willenloſes Haupt empor.

Ein Engel wachte am Krankenlager.

Die Krankheit weicht und ſchleift den widerſtrebenden, betrognen, oft ſich umſchauenden Tod hinter ſich her. Helle, freundliche Tage ziehen wieder herauf, alle Räder, die ſtehen geblieben waren, ſetzten ſich wieder in luſtige Bewe⸗ gung, die alten Feuerſäulen ſteigen wieder empor, die Hämmer ſchallen wieder und in den Gemächern der Villa lächelt die Sonne wieder und beginnt und vollendet vom klingenden Spiel und Geſang am Morgen bis zum Heim⸗ gang am Abend täglich ihren Lauf. 4

Mahlmann muß die Frühlingsluft einathmen und da er zum Gehen noch zu ſchwach iſt, ſo hat Laura einen artigen Wagen beſtellt, in welchem Mahlmann bequem ſitzen und aus dem Zimmer in den Park und aus dem Parke in das Zimmer gefahren werden kann. Tag und Nacht wird an dem Wagen gebaut und ſie ſelbſt ſieht nach

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1859. VI. Der beſeelte Schatten. I.