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Deutſchland auf Meſſen und Märkten von italieniſchen Hauſirern feilbieten ſieht.
Wenn der Lärm auf der belebten Straße ſchwieg, um die Zeit, wo die Sonne längſt in's Meer geſunken war und die vor ihren Thüren auf offener Straße arbeitenden Handwerker endlich die Ruhe aufgeſucht hatten; wenn die ſpäte Nachtſtunde eintrat, wo die Schritte eines auf der Straße Gehenden durch die tiefe Stille bis in die oberſten Stockwerke der höchſten Gebäude gehört werden konnten— da vernahm man in der Nähe jenes Häuschens eigenthüm⸗ liche, wunderbare Töne. Am Tage gingen ſie in dem Toben und Schreien der Menſchenmenge unter und Nie⸗ mand hörte ſie. Aber in der Nacht war ſchon Mancher überraſcht ſtehen geblieben und hatte den klagenden Accorden
gelauſcht, die wie Sphärenklänge leiſe einherrauſchten und
von der Nachtluft gebracht und, allmählich ferner und fer⸗ ner tönend, davongeführt zu werden ſchienen.
Dieſe Töne kamen von einer Aeolsharfe, die vor dem Dachfenſter des erwähnten Häuschens hing. Bea⸗
trice, die ſechszehnjährige Tochter des Kapitäns, lag oft
ſchlummerlos auf ihrem Lager und lauſchte den Klängen, und wenn ſie entſchlief, ſo ſchlichen ſie ſich in ihre Träume ein, und dann träumte ſie von ihm, der dort oben wohnte und die Aeolsharfe vor ſein Fenſter gehangen hatte. Wie jene ſüßen, klagenden Accorde, ſo erſchien er ihr ſelbſt.


