Teil eines Werkes 
4. Bd. (1868)
Entstehung
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Degenhaar ſchüttelte ernſt den Kopf.„Sie haben Ihr Geld ſelbſt nöthig, gnädige Frau“, entgegnete er, indeß die Majorin falſch zu hören glaubte;„gerade auf ſeine Geldnoth ſetze ich alle meine Hoffnungen. Mehr kann ich Ihnen heute nicht ſagen.“

„O“, ſeufzte Adeline,„das iſt wenig nach ſo langem Warten!“

„Dem muß ich widerſprechen, gnädige Frau“, ſagte Degenhaar.„Ich habe bisher kaum zu hoffen gewagt, daß uns das Glück ſo günſtig ſein werde, und meine ganze Menſchenkenntniß müßte mich trügen, wenn wir ihn nicht in kurzer Zeit vollſtändig in unſerer Gewalt hätten. Dafür laſſen Sie mich ſorgen.“

„Ich vertraue Ihnen“, ſagte die Majorin beruhigt, da ſie guten Grund zu haben ſchien, ſich auf Degenhaar's Klugheit zu verlaſſen.

Beide ſchwiegen eine Zeit lang. Endlich machte Degen⸗ haar mit halbem Leibe eine Wendung gegen die Majorin, ſtützte den gekrümmten Arm in das Sitzpolſter und ſagte mit einem ſtechenden Blicke und in einem Tone, als gäbe er mit mühſamer Faſſung eine gemäßigte Ant⸗ wort auf eine ihm zugefügte Beleidigung:

„Gnädige Frau, ich bin Geſchäftsmann. Meine Ge⸗ ſchäfte legen mir mancherlei harte Pflichten auf, die meine perſönliche Anſchauung durchkreuzen und mit den Regun⸗

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