Teil eines Werkes 
4. Bd. (1868)
Entstehung
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„Wie aber wirſt Du das mit Deinen Mutterpflichten vereinigen?“

„Daran habe ich allerdings auch ſchon gedacht“, ſagte Roſa lächelnd.„Was meinſt Du“, wandte ſie ſich an den Säugling,„glaubſt Du nicht, daß Großmütterchen ſich bewegen laſſen würde, uns zu begleiten? Die Trennung von uns würde ihr ohnehin ſchwer genug werden.“

Frau Stubenrauch nahm die Anſpielung freundlich auf.„Gewiß würde ich Euch begleiten,“ ſagte ſie,„wenn es nöthig wäre. Dein Entſchluß, Roſa, iſt edel. Ich will ferner nicht mehr an dem Glücke rütteln, das Du in Arthur's Liebe findeſt. Der Stolz, den ich einſt darein ſetzte, Dich auf der Bühne zu ſehen, iſt mir ver⸗ leidet, weil die Zukunft, die ſich daran knüpfte, im Schooße Eures häuslichen Glücks für immer begraben liegt. Du biſt Gattin und Mutter, ſei es ganz. Und Du kannſt und ſollſt es ganz ſein, denn es liegt in meiner Macht, Eure Lage zu ändern und Euch von allen Sorgen zu befreien.“

„O Mutter“, ſagte Roſa beklommen,„tritt nicht wieder mit dieſer ſchrecklichen Verſuchung an mich heran!“

„Du irrſt diesmal. Was ich Dir jetzt biete, iſt rein und fleckenlos wie Morgenthau. Es iſt Zeit, daß Du